Hier sind diverse Fachinformationen zu finden, u.a. die Kernaufgaben Sozialpsychiatrischer Dienste, weitere Leistungsstandards, Positionspapiere, Informationen zum Personalbedarf sowie Ergebnisse von in der Vergangenheit durchgeführter Erhebungen. Untenstehend sind diverse Literaturempfehlungen zu finden.
Kernaufgaben und Fachliche Empfehlungen
In den fachlichen Empfehlungen zu Leistungsstandards und Personalbedarf werden die zentralen Aufgaben der Sozialpsychiatrischen Dienste definiert, wie sie in den Psychisch-Kranken-Gesetzen der Bundesländer unterschiedlich ausführlich beschrieben sind. Die ersten vier Kernaufgaben werden in den meisten Landesgesetzen ausdrücklich benannt. Die fünfte Aufgabe – die Sozialraumarbeit – ist dort inhaltlich zwar angelegt, wird jedoch in der Regel nicht als eigenständige Aufgabe bezeichnet. Aus den fünf Kernaufgaben leiten sich die fachlichen Empfehlungen ab.
Broschüre Fachliche Empfehlungen (2018)
Broschüre Fachliche Empfehlungen (2026) steht an dieser Stelle in Kürze zum Download bereit.
Personalbedarf
Auf Grundlage empirischer Datenerhebungen wurden für die ersten drei Kernaufgaben Personalanhaltszahlen entwickelt. Auf Basis von Einwohnerzahl, Fallzahl, Betreuungsdauer, Hausbesuchsquote und Fahrzeiten lässt sich damit eine an die jeweilige Versorgungsregion angepasste Personalausstattung berechnen. Wer also den Personalbedarf seines Sozialpsychiatrischen Dienstes berechnen will, sollte daher die fachlichen Empfehlungen als Grundlage der Kalkulation kennen: Hierfür stehen Erläuterungen sowie eine Berechnungstabelle zur Verfügung.
Positionspapiere
März 2026: Die Sozialpsychiatrischen Dienste (SpDi), die als kommunale Einrichtungen zur Gestaltung der Daseinsvorsorge für die Schwächsten in der Gesellschaft, insbesondere für schwer psychisch kranke Menschen, zuständig sind, sehen die Entwicklung des psychiatrischen und psychosozialen Versorgungssystems und insbesondere die aktuellen Überlegungen zum Umgang mit mutmaßlich gefährlichen psychisch kranken Menschen mit großer Besorgnis. SpDi sind in ihrer Versorgungsregion mit allen beteiligen Hilfestrukturen vernetzt und haben daher einen umfassenden Überblick über aktuelle Versorgungsstrukturen, deren Defizite und Probleme. Aufgrund der hier gewonnenen Erkenntnisse hat die Netzwerk-Koordinierungsgruppe des Bundesweiten Netzwerks der SpDi im März 2026 bezogen Position und in einem Positionspapier niedergelegt.
Dezember 2021: Elf Bundesverbände der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung sowie der Selbsthilfe wollen mit dem Positionspapier die Erörterungen aus dem Gesetzgebungsprozess anregen.
Juni 2018: Zusammen mit 21 Fachgesellschaften und Verbänden, u.a. dem Netzwerk Sozialpsychiatrischer Dienste, hat die DGPPN ein Eckpunktepapier zur stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlung (StäB) veröffentlicht.
Erhebungen
Eine Umfrage im Jahr 2016 sollte einen Überblick verschaffen über das Leistungsspektrum und den Personaleinsatz in den SpDi, differenziert nach Bundesland, Breite und Tiefe des Aufgabenspektrums sowie Größe und Sozialstruktur des Einzugsgebietes. Mit Hilfe der Umfrage hat sich das Netzwerk einen datengestützten Überblick verschafft, wo in der Bundesrepublik Deutschland mit wieviel Personal welche Aufgaben in welchem Umfang für welche Nutzergruppen wahrgenommen werden. Rückblickend kann der Begleitbrief, die Erläuterungen zu den Kernaufgaben, der Auswertungsbericht sowie eine Sonderauswertung eingesehen werden.