Satellitensymposium: Digitalisierungs(un)möglichkeiten in den Sozialpsychiatrischen Diensten (23. April 2026, 08.30 – 10.30 Uhr)

Die Digitalisierung hält seit Jahrzehnten Einzug in die Arbeit der Sozialpsychiatrischen Dienste, gewann aber insbesondere während der Pandemie durch digitale Beratung als Mittel zur Aufrechterhaltung persönlicher Kontakte an Bedeutung. Seither schreitet sie mit Anwendungen wie Videodolmetschen, KI-gestützter Psychotherapie, messengerbasierter Kommunikation oder ärztlich-virtuell begleiteten Hausbesuchen weiter voran. Über 90% der Bevölkerung nutzen regelmäßig das Internet, rund 80% soziale Netzwerke oder Messenger-Dienste wie WhatsApp, Instagram oder Facebook; besonders junge Menschen informieren sich online über psychische Belastungen und Hilfsangebote, digitale Beratungsangebote nehmen kontinuierlich zu, und viele Ratsuchende recherchieren zunächst anonym im Netz, bevor sie persönliche Hilfe in Anspruch nehmen. Gleichzeitig tut sich die Sozialpsychiatrie mit dieser Entwicklung schwer: Digitale Beratung ist bisher eher die Ausnahme, die E-Akte nicht flächendeckend implementiert und ein einheitlicher Kerndatensatz noch im Aufbau. Wie ist es bei Ihnen in der Region? Ist die Digitalisierung mit der vollen Bandbreite bei Ihnen angekommen oder gibt es noch Schwierigkeiten in der Umsetzung? Was sind Ihre Erfahrungen mit der Nutzung digitaler Medien in der täglichen? Mit welchen Herausforderungen sind Sie konfrontiert? Wo sehen Sie Chancen und Möglichkeiten und wo haben Sie Bedenken? In unserer Veranstaltung wollen wir uns gemeinsam mit Ihnen über die Situation in den SpDi austauschen und dabei einen Schwerpunkt auf die digitale Beratung setzen.

März 2026 | Positionspapier zur psychiatrischen Versorgungssituation und zur aktuellen Diskussion zu mutmaßlichen Gefährdern

Die Sozialpsychiatrischen Dienste (SpDi) sind als kommunale Einrichtungen zur Gestaltung und Umsetzung der Daseinsvorsorge für die sog. Schwächsten in der Gesellschaft, insbesondere für schwer psychisch kranke Menschen, zuständig.

Die Netzwerk-Koordinierungsgruppe des Bundesweiten Netzwerks der SpDi sieht die Entwicklung des psychiatrischen und psychosozialen Versorgungssystems und insbesondere die aktuellen Überlegungen zum Umgang mit mutmaßlich gefährlichen psychisch kranken Menschen mit großer Besorgnis.

Die SpDi sind in ihrer Versorgungsregion mit allen beteiligen Hilfestrukturen und mit dem Sozialraum vernetzt und haben daher einen umfassenden Überblick über aktuelle Versorgungsstrukturen, deren Defizite und Probleme, aber auch deren Möglichkeiten und Perspektiven. Aufgrund der hier gewonnenen Erkenntnisse bezieht die Netzwerk-Koordinierungsgruppe des Bundesweiten Netzwerks der SpDi Position in dem Papier. 

 

 

Leistungsstandards und Personalbedarf Sozialpsychiatrischer Dienste

Fachliche Empfehlungen des Netzwerks Sozialpsychiatrischer Dienste in Deutschland

 

Die Broschüre ist leider vergriffen kann aber als PDF-Dokument abgerufen werden.